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Praxis für Köperpsychotherapie und Traumaheilung

Thilo Engel
im zeit-und-raum
Grunewaldstr. 18
10823 Berlin-Schöneberg
tel 0178 . 817 1950

Körperorientierte Traumaheilung

Was ist ein Trauma?
Unter einem Trauma versteht man ein überwältigendes Lebensereignis, das nachhaltig auf einen Menschen einwirkt. Trauma wird als heftige Bedrohung von Leib und Leben empfunden, ist existentielle Not und die Angst, ein bestimmtes Ereignis  nicht zu überleben.

Trauma ist eine innere Zwangsjacke, welche derart überwältigend und so verheerend ist, dass eine Person innerlich erstarrt und diesen Augenblick sozusagen einfriert und mit sich trägt. Das Trauma unterdrückt die Entfaltung des Lebens und erstickt unsere Versuche, mit unserem Leben voranzuschreiten. Es unterbricht die Verbindung zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Natur und zu unserer geistigen Quelle. Wenn Menschen sich so bedroht fühlen, dass sie überwältigt sind, erstarren sie in der Angst. In diesem Augenblick werden all unsere instinktiven Überlebensenergien im Nervensystem eingefroren. 
Peter Levine
Trauma kann z.B entstehen durch: Stürze, Unfälle, Gewalt, Katastrophen, Geburtstrauma, Verlassenwerden, Entbehrungen, unsichere Bindungen, Feuer, Operationen,Narkosen, Ersticken u.s.w.

Mögliche Symptome:

• Schlafstörungen
• Albträume
• ständig wiederkehrende, ungewollte,
belastende Erinnerungen (flashbacks)
• Erinnerungslücken
• Depressionen
• Angstzustände
• Anspannung
• Nervosität
• Konzentrationsschwäche, Erschöpfung
• Übererregbarkeit, Reizbarkeit
• Vermeidungsverhalten, sozialer Rückzug,
Interessenverlust, Isolation

Traumata beeinflussen unser gesamtes Leben. Dies spiegelt sich wider in Erinnerungen und äußert sich als Verhaltensweisen oder in Körperempfindungen und Gefühlen – als autonome Bewegungen/Reaktionen. Posttraumatisches Handeln zeigt sich nicht nur in massiven Verhaltensformen und Mustern, sondern auch in kaum merklichem wie z.B. flaches Atmen, Anspannung von Muskeln oder  Organen. 

Der gesamte Organismus – Körper, Geist und Psyche – bleibt im Trauma stecken, es ist, als bestünde die Gefahr noch immer. Die Vergangenheit lebt in der Gegenwart weiter, in Form von Ängsten, Beziehungsproblemen, körperlichen Symptomen und Krankheitsbildern jeglicher Art. Diese unbewussten, im Körper gespeicherten Erinnerungen sind mächtig und langlebig und sie haben einen tiefen Einfluss darauf, was wir denken, was wir fühlen und wie wir handeln.

Ist das Trauma im Körper nicht gelöst, reagiert unser Nervensystem sehr sensibel, weil zu der Trauma-Energie aus der Vergangenheit zusätzlich  Stressenergie aus Alltagsproblemen, die wahrscheinlich leicht zu lösen wären, hinzukommt. 

Sehr oft fühlt sich die Person dann überfordert und reagiert unangemessen heftig weil sie sich ständig an der Grenze des für sie Zumutbaren aufhält. Oft wird erst später bemerkt, wie unangemessen  auf etwas reagiert wurde. Wenn die Stressenergie nicht abgebaut werden kann, verbleibt der Körper in einem chronischen Belastungszustand, und befindet sich in einem ‘funktionalen Überlebensmodus‘, der die Lebensenergie stark einschränkt und den ganzen Organismus schnell in einen Zustand der Erschöpfung bringt.

Nicht selten kämpfen wir gegen unsere körperlichen Symptome an und somit gegen uns selbst, wodurch auch die Gefühle nicht oder kaum gefühlt werden können. Meist verstärkt dieser Umstand noch die Widerstände und Anspannungen im Körper. 

Traumaheilung hilft, der Stimme des eigenen Körpers zu lauschen. Das traumatische Ereignis wird körperlich und psychisch ‘neu verhandelt‘. In ruhigen Gesprächen, Achtsamkeits-, Körper- und Fühlübungen wird die Wahrnehmung nach und nach ausgedehnt, so dass Sie sich nicht nur Ihres Körpers, sondern auch Ihrer inneren Vorstellungen, Gedanken und Gefühle gewahr werden. Dabei ist vor allem die Reaktionsweise des Nervensystems entscheidend. Um eine mögliche Überforderung auszuschließen kann die im Körper festgehaltene Energie in kleinen Dosen zugelassen (titriert) werden. Die tief verankerten Nachwirkungen von Traumata können sich langsam und schonend auflösen, sodass Sie sich selbst und Ihre Gefühle wieder besser wahrnehmen können. Dies führt zu mehr Lebendigkeit, Authentizität und Lebensfreude.




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