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Praxis für Körperpsychotherapie

Thilo Engel
im zeit-und-raum
Grunewaldstr. 18
10823 Berlin-Schöneberg
tel 0178 . 817 1950

Die Magie der Stille

Yoga & Stille Retreat auf Mallorca
28. Sept bis 5. Okt. 2019 auf der Finca SonBaulo

Auf unserer gemütlichen Finca inmitten der Natur
geniesst Du die Stille und Schönheit der Insel und
kommst wieder ganz bei Dir an.
... eine Innenreise mit Yoga, Meditation,
Atem- und Bewusstheitsübungen.

Paketpreis: 7 Nächte im ½ DZ,
inkl. vegetarische Verpflegung: 980€
EZ nach Verfügbarkeit (telefonisch Anfragen)
Seminarpreis:
ohne Unterkunft und ohne Verpflegung: 390€ p.P.

· reduzierte Teilnehmerzahl: 8-16 Personen
· individuelle Einzelarbeit vor Ort möglich.

Information und Anmeldung:
Thilo Engel, Berlin · Tel.: 0049-178 8171 950
Sonja Schuster, Mallorca · Tel.: 0034-871-23 06 85
Auf der Suche nach der Stille ist es naheliegend, dass man sich nach einem ruhigen Ort umschaut. Was gibt es Schöneres und Ruhigeres als eine Finca auf Mallorca! Die Reise war gebucht, ein Retreat „Magie der Stille“ mit Thilo Engel als ihr Magier und unter der Reiseleitung von Sonja Schuster. Ja, die Stille ist magisch. Ohne Zweifel. Sie muss magisch sein, warum zeigt sie sich so selten? Wie ist sie überhaupt, freundlich, harmonisch, scheu? Jedenfalls still.

Die Vorfreude auf diese Erhabenheit breitete sich am Tag der Buchung aus und ich kaufte mir gleich noch ein Flatterkleidchen für die herrlichen Sonnentage. Während der Zeit der Vorbereitung kamen erste kleine Schwierigkeiten, nein, wirklich, kein Problem, aber es fing an zu rumoren. Ob die mich in das Flugzeug lassen? Die, das war Ryanair mit einem supergünstigen Flug. Ich wusste, das ist lächerlich, aber die Angst war da. Der Koffer war auf jeden Fall zu groß. Ein scheinbar unüberwindliches Hindernis, auf der ganzen Welt gibt es keinen kleineren Koffer. Plötzlich oder langsam, alles wurde zum Problem, die Angst hatte mich voll im Griff. War das normales Reisefieber? Von den anderen aus der Reisegruppe hörte ich nichts mehr, jeder war wohl mit sich selbst beschäftigt.

Die Finca war noch herrlicher, noch schöner, noch stiller als in der Vorstellung und absolut einsam, unauffindbar für jemand, der ohne Wegbeschreibung und Auto ankommen will. Wir nahmen unsere Zimmer in Besitz und ließen uns wohlig in diese Oase fallen. Am Morgen des ersten Aufwachens, der Hahn krähte, auf der Finca gibt es Hühner und die Stille küsste mich, ein Liebeskuss. In mein Notizbuch, das ich mir zum Festhalten der vielen neuen Erkenntnisse mitgenommen hatte, schrieb ich: die Liebe der Stille.

Der erste und letzte Eintrag auf der Finca. Ein Foto habe ich noch gemacht, aus dem Fenster meines Zimmers, man sieht den Zitronenbaum und den blühenden Orleander. Zu mehr Aufzeichnungen kam es nicht mehr, die Stille hatte das Regiment übernommen. So einen Lärm habe ich selten überlebt. Selten? Überhaupt noch nie. Es schrie, tobte, kämpfte in mir. An Stille war nicht mehr zu denken, von Stille-Erlebnis keine Spur mitten in der Stille. Muss der Hahn jeden Morgen so laut krähen? Merkt der nicht, dass das nervt?

Ich zog meine Bahnen im Pool, ein wunderbarer Pool, ein sanftes, weiches Wasser, das meinen Sturm aushielt. Was waren das für Übungen, die Thilo mit uns machte? Thilo als der Verkehrsmeister und Magier der Stille lenkte den Verkehr, er führte uns direkt in die Gefühle, holte sie ins Bewusstsein, Gefühle, die so lange schon im Unbewussten schlummerten und die man dort gern gelassen hätte.
Klar kostet das Kraft und irgendwann geht es nicht mehr. Bei diesen Bewusstseinsübungen mitten in der Stille knallt es vielleicht noch lauter als es sonst knallen würde. Es können Erfahrungen und Entdeckungen gemacht werden, erschreckend und klar und doch geborgen in der Umarmung der Stille. Bin ich wirklich so ein Monster? Wer bin ich überhaupt? Die Stille ist so geduldig. Sie hat die Wut ertragen, die in mir tobte, so lange, bis sie nicht mehr tobte.

Es gab eine Hängematte auf der Finca und ich ließ mich schaukeln, die Vögel zwitscherten. Ist es das, was man Erwachen nennt, erwachen in der Stille? Bei so einer Reise braucht es ein stabiles Drumherum. Das machte Sonja. Als Yogalehrerin begrüßte sie mit uns den Morgen und dann bereitete sie für uns einen ayurvedischen Brunch. Tat das gut. Sie führte uns in die Besonderheiten der mallorquinischen Küche ein und wir ließen uns von ihr verwöhnen.

Die Vögel zwitschern immer noch, ich höre sie und ich höre die Stille mitten im Lärm, der nicht mehr in mir ist. Inzwischen sitze ich wieder in der Großstadt mit allem drum und dran und in mir ist die Stille und sie ist stärker als der Lärm.

Christa B.



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